Schwere Möbel sicher transportieren und aufbauen
Ein massiver Kleiderschrank, eine schwere Kommode oder ein Sideboard aus Eiche lassen sich nicht einfach anheben und durch die Wohnung tragen. Wer versucht, ein 80-Kilo-Möbelstück ohne Hilfsmittel zu bewegen, riskiert Rückenschäden, Kratzer im Parkett und im schlimmsten Fall einen umkippenden Schrank. Mit einfachen Tragegriffen, Möbelgleitern und Montagehilfen lässt sich der Transport kontrolliert durchführen, ohne dass man sich dabei verletzt oder die Einrichtung beschädigt.
Tragegriffe sind das erste Hilfsmittel, das sich lohnt. Sie bestehen aus Kunststoff oder Metall und werden unter das Möbelstück geschoben, sodass zwei Personen es anheben können, ohne in scharfe Kanten zu greifen. Besonders bei Kommoden mit dünnen Seitenwänden ist ein solcher Griff wichtig, weil man das Gehäuse sonst verzieht. Für den Transport über kurze Strecken innerhalb eines Raums reichen Möbelgleiter aus Filz oder Kunststoff. Sie werden unter die Füße gelegt und verteilen das Gewicht, sodass sich schwere Stücke auf Parkett oder Fliesen schieben lassen, ohne den Boden zu zerkratzen. Bei Teppichboden sind Gleiter mit Kunststoffkufen besser geeignet, weil Filz auf Flor bremst.
Beim Aufbau zählt vor allem die Stabilität. Viele Kommoden und Schränke kippen um, wenn mehrere Schubladen gleichzeitig geöffnet sind oder wenn Kinder versuchen, daran hochzuklettern. Deshalb gehört zur Montage immer eine Wandbefestigung. Wer eine Kommode stabilisieren und an der Wand befestigen möchte, findet unter Kommode stabilisieren und an der Wand befestigen eine praktische Anleitung, die zeigt, wie man den Schrank ausrichtet, den Winkel prüft und die passenden Dübel wählt. Montagehilfen wie ein zweiter Mann, ein Möbelheber oder verstellbare Stützen erleichtern diese Arbeit erheblich, weil man das Möbelstück nicht gleichzeitig halten und verschrauben muss.
Vor dem endgültigen Aufbau lohnt es sich, alle Teile zu sortieren und die Anleitung einmal vollständig zu lesen. Viele Hersteller liefern spezielle Gleiter, Verbindungsschrauben und Wandwinkel mit, die auf das jeweilige Modell abgestimmt sind. Wer diese Teile verwendet und zusätzlich auf eine ebene Standfläche achtet, verhindert, dass das Möbelstück später wackelt. Ein Wasserwaage-Check nach dem Aufbau gehört zum Standard, ebenso das Nachziehen aller Schrauben nach einigen Tagen. So bleibt der schwere Schrank nicht nur beim Transport sicher, sondern auch im täglichen Gebrauch.